Donnerstag, 20. Dezember 2012

Weihnachtsbaum

Das Wunder der Weihnacht
ist nicht zu weit;
es geschieht hier und heute
in unserer Zeit.

Wo Himmel die Erde
trägt und umfängt;
sich Mensch und Gott
berührt und verschränkt.

Grenzenlose Liebe
im Grund unsrer Herzen
entdeckt wird,
trotz Dunkel, Angst und Schmerzen.

Ein Baum auf dem Hof,
leuchtend unter dem Schnee,
erinnert mich,
dass ich dies Wunder seh.
M.O.Wentink


Weihnachtsbaum auf dem Kirchenvorplatz der katholischen Kirche Langnau-Gattikon
(Foto Hans Rohrer)


Sonntag, 22. Juli 2012

GEDANKEN ZUM EIDGENÖSSISCHEN BUNDESFEIERTAG

Das Land, in dem wir leben, verändert sich. Dies gilt besonders für das, was die Menschen glauben, hoffen und woher sie ihre Wertüberzeugungen beziehen. Die religiöse Langkarte der Schweiz hat sich in den vergangenen Jahrzehnten stark verändert: flächendeckende Volkskirchen werden zu Bekenntniskirchen, immer mehr Menschen leben ohne religiöses Bekenntnis und Zuwanderer bringen einen selbstbewussten Islam in unser Land. Manche sind dadurch verunsichert, andere begrüssen diese freiheitliche Gesellschaftsform und sehen darin eine Chance für ein wirklich menschliches Miteinander. Gefragt sind Toleranz und Dialog. Aber worauf gründen wir die, dazu nötige Offenheit des Geistes?
Es gibt eine Ideologie, welche die Auffassung vertritt, dass religiöse Toleranz dadurch hergestellt wird, dass die Religion als solche marginalisiert, sowie aus der Öffentlichkeit und den Schulen verbannt wird. Über Religion sollte bestenfalls noch als kulturelles Phänomen gesprochen werden. Diese Ideologie ist in Politik und Medien hoch wirksam, vernachlässigt aber die Frage, woher wir unsere eigentliche kulturelle Identität nehmen. Reichen Wohlstand und eine verschwommen definierte nationale Identität aus, um den Kern der menschlichen Existenz zu füllen? Oder ist es vielmehr so, dass ein Mensch gerade dann, wenn er auf eine gesunde spirituelle Verwurzelung zurückgreifen kann, genügend Selbstvertrauen entwickelt und so anderen Überzeugungen ohne Angst und mit Offenheit begegnen kann? Wenn ich keinen festen eigenen Glauben habe, macht mir der feste Glauben anderer Menschen Angst. Nur mit einem eigenen Glauben kann ich anderen Überzeugungen auf Augenhöhe begegnen und in einen echten Dialog eintreten, zu dem auch eine gesunde und freundschaftliche Streitkultur gehört.
Auch ein weltanschaulich neutraler Staat kann von einer Zusammenarbeit mit den Religionen nur profitieren.

Freitag, 22. Juni 2012

Unglaubensbekenntnis

Fast täglich kommen Nachrichten von Leuten, die sich in europäischen Innenstädten ihr Glaubensbekenntnis ins Gesicht brüllen, oder Bilder von Leuten, die Heilige Bücher verbrennen und der Überzeugung sind, dass ihr Gott schwer beleidigt wurde. Andere sagen uns, dass es höchstwahrscheinlich keinen Gott gibt und plakatieren Autobusse mit diesem Glauben. Ich frage mich, was das für Götter sind, die so heftige Bekenntnisse von Glauben und Unglauben auslösen.
Für mich an der Zeit, zu überlegen, woran ich nicht glaube.

Herausgekommen ist mein Unglaubensbekenntnis.


Ich glaube nicht an Gott, auf den ich mit dem Finger zeigen kann.
Ich glaube nicht an Gott, der aus allen Wolken fällt, wenn Menschen humorvoll mit himmlischen Dingen umgehen.
Ich glaube nicht an Gott, dem egal ist, was in mir vorgeht.
Ich glaube nicht an Gott, der meine Fäuste zur Durchsetzung seines Willens wünscht.
Ich glaube nicht an Gott, der manche Menschen als minderwertig anschaut.
Ich glaube nicht an Gott, der uns Kleidervorschriften gibt.
Ich glaube nicht an Gott, dem meine Bartlänge wichtig ist.
Ich glaube nicht an Gott, dem meine Sinnlichkeit ein Gräuel ist.
Ich glaube nicht an Gott, der nur eine Sprache spricht.
Ich glaube nicht an Gott, dessen Name Hasstiraden auslöst.
Ich glaube nicht an Gott, der unser Strafrecht regelt.
Ich glaube nicht an Gott, der männlich ist.
Ich glaube nicht an Gott, den ich nur zu besonderen Anlässen aus dem Schrank hole.
Ich glaube nicht an Gott, der Freude hat an Kriegsgeschrei.
Ich glaube nicht an Gott, der mir mit Qualen droht.
Ich glaube nicht an Gott, dem nur der Starke gefällt.
Ich glaube nicht an Gott, der Angst macht.
Ich glaube nicht an Gott, der die Welt ganz einfach in gut und böse unterteilt.
Ich glaube nicht an Gott, dessen Ziel Kapitulationen sind.
Ich glaube nicht an Gott, der in meine Denkschemata passt.
Ich glaube nicht an Gott, der manche Tiere nicht mag.
Ich glaube nicht an Gott, der es blöd findet, wenn ich mich gut unterhalte.
Ich glaube nicht an Gott, der von mir verlangt, dumme Dinge zu tun.
Ich glaube nicht an Gott, der unverständliche Bücher schreibt.
Ich glaube nicht an Gott, der mir vorkommt wie eine Erfindung von Menschen.

Ich glaube ……………

Creed of disbelief / Unglaubensbekenntnis

There are almost daily news of people in European city centers shouting each other their creeds into their faces, or images of people, burning holy books, convinced that their god was seriously insulted. Others tell us that there probably is no God and placard buses with this belief. I wonder what kind of god triggers such vehement demonstrations of belief and disbelief.
For me the very right moment to think about in what I do not belief.

 The result is my Creed of Disbelief..
I do not believe in God, in whom I can point the finger.
I do not believe in God, who is flabbergasted when people deal humorously with heavenly things.
I do not believe in God, who has no concern about  what is going on inside me.
I do not believe in God, who desires my fists to enforce his will.
I do not believe in God, who looks at some people as inferior.
I do not believe in God who gives us a dress code.
I do not believe in God, my beard length is important.
I do not believe in God, who hates my sensuality.
I do not believe in God, who speaks only one language.
I do not believe in God, whose name triggers hate speech.
I do not believe in God, who governs our criminal law.
I do not believe in God, who is male.
I do not believe in God, whom I take out of the closet only on special occasions.
I do not believe in God, who delights in war cries.
I do not believe in God, who threatens me with torture.
I do not believe in God, just likes the Strong.
I do not believe in God, who scares me.
I do not believe in God, who divides clearly the world into good and evil.
I do not believe in God, whose goal are capitulations.
I do not believe in God, who fits into my thought patterns.
I do not believe in God, who doesn´t like some animals.
I do not believe in God, who is not amused when I´m having fun.
I do not believe in God, who wants me to do stupid things.
I do not believe in God, who writes incomprehensible books.
I do not believe in God, who seems to me as an invention of man.

I belief ..................


Markus O.Wentink

Samstag, 12. Mai 2012

Nur ein Traum

Wie sähe unsere Welt aus, wenn immer mehr Menschen mit dem Ruf „Gott ist die Liebe“ auf den Lippen ihre Waffen fallen lassen und die Verwundeten verbinden, den Hungernden Reis reichen, den Dürstenden Wasser bringen und die Gebrochenen aufrichten würden?

حلم
كما يمكن أن نرى من عالمنا إذا كان أكثر الناس من شأنه أن يترك مع صرخة "الله محبة" اسلحتهم والانضمام الى سقوط
جرحى، والأرز الأبيض جائع، وجلب الماء للظمآن، وسيثير المكسور؟